April 6th, 2015

Ich hätte natürlich längst einen Bericht über die Leipziger Buchmesse schreiben müssen. Da ich dieses Jahr dort aber keine Lesung hatte, ist das ein wenig untergegangen. Aber ich war da. Als letztjähjrige Preisträgerin des SERAPH hatte ich die Ehre, den Preis diesmal zu übergeben und es mit der Laudatio ein wenig spannend zu machen. Also letztes Jahr übergab Kai Meyer mir den Preis. Dieses Jahr ich ihm. War nett. Ich bin auch noch zu seiner Preis-Lesung gegangen, die wie immer in der Stadt selbst stattfand.

Was tut man als Autorin auf einer Buchmesse, wenn man keine Lesung hat? Nun, ich hatte einen Termin mit dem Agenten, habe mit vielen netten Kollegen geredet, mir andere Lesungen angehört und war sogar auf der Verleger-Party in der Moritzbastei, die mir wieder vermittelte, dass ich so gar kein Party-Mensch bin.

Einer der Autoren, die mich auf der Messe besonders beeindruckt haben, war Patrick Rothfuss. Seine Lesung war denkbar kurz – er hatte seinen Text vergessen. Während ich mir in solch einer Situation „ins Hemd gemacht“ hätte, ging er ganz souverän damit um, lieh sich ein Buch aus dem Publikum, las fünf Minuten lang und begann dann einfach zu erzählen und Fragen zu beantworten. Ich gestehe, ich war von ihm ziemlich beeindruckt.

Persönlich kannte ich ihn vorher nicht, doch wir sind auf der gleichen Autorenplattform und hatten somit schon mit einander zu tun. Er hat übrigens eine Hilfsorganisation namens „Worldbuilders“ ins Leben gerufen. Hier spenden AutorInnen signierte Bücher, die dann von der Organisation verkauft oder verauktioniert werden. Der Erlös kommt der Hilfsorganisation zugute.

Wenn Ihr also etwas was Gutes tun möchtet und schon immer ein signiertes Buchexemplar von mir – oder vielen anderen AutorInnen besitzen möchtet, dann ist hier die richtige Adresse.

http://thetinkerspacks.com/collections/ju-honisch

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Dungeons and Readings

Mai 27th, 2014

Letztes Jahr ist das Meißener Literaturfest ja leider komplett und wortwörtlich ins Wasser gefallen. Ostdeutschland und Teile von Ostbayern waren überschwemmt.

Dieses Jahr findet es (hoffentlich!) statt. Und ich werde dort auch wieder lesen. Meine letzte Lesung in Meißen liegt schon vier Jahre zurück, aber ich erinnere mich daran, wie hübsch und nett dort alles war. Das wird es sicher wieder.

Diesmal wird es noch viel großartiger, denn diesmal hat der Verlag Feder&Schwert ein eigenes Event, die Fantasynacht von Feder und Schwert: Oliver Plaschka, Oliver Hoffmann, Oliver Graute und ich lesen aus unseren Werken. – Ich darf mit dabei sein, obwohl ich nicht Oliver heiße. Die Fantasynacht findet am Freitag, dem 6.6.2014 statt, das ganze Festival geht von Donnerstag bis Montag.

Besonders beeindruckend ist der Lesungsort, das Meißner Obscurum , ein Gewölbekeller, der gewiss ein wunderbares Ambiente für Werke der Phantastik bietet. Also kommt und lauscht – und erfreut euch an einem stimmungsvollen Abend.

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Neues

Mai 18th, 2014

Letztes Wochenende habe ich in Ilmenau gelesen an der dortigen Technischen Uni. Organisiert wurde das von Phantopia – das ist ein ganz wunderbarer Verein, der regelmäßig AutorInnen einlädt und hervorragend versorgt. Es war schon meine zweite Lesung dort. Und wieder war es sehr nett. Zufrieden, bekocht und beschenkt fuhr ich wieder nach Hause und hoffe, irgendwann wieder dort lesen zu dürfen. Was für nette Gastgeber!

Eben erschienen ist das E-Book „Exotische Welten“ bei O’Connellpress. Eine wunderbare Sammlung der verschiedensten Geschichten, die zu diesem Thema passen, von SF bis Fantasy. Meine Geschichte entführt den Leser ins London des späten 19. Jahrhunderts und von dort weiter in eine Welt, die im wahrsten Sinne des Wortes ein Gedicht ist. Hier kann man den Band direkt bestellen.

Und schon im nächsten Monat kommt der nächste Geschichtenband raus. Er heißt „Wahre Märchen 2“ und ist ein gelungener Fotoband mit Annie Bertrams Aufnahmen der dürsteren Romantik, die Welt und Bühne bereiten für eine Sammlung von modernen Märchen von mir sowie Markus Heitz, Christian von Aster, Julia Becker, Oliver Graute, Diana Kinne, Lea Melcher, Iris Meyer, Björn Springorum, Isa Theobald und Rona Walter. Bilder und Texte ergänzen sich zu einem Gesamtkunstwerk. Ich würde ja gerne sagen, so etwas hat es noch nie gegeben, aber es ist bereits der zweite Band dieser Art. Wer der dunklen Romantik unserer Zeit zugetan ist, für den ist dieses Buch genau richtig.

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… and the winner is … me …

Mrz 18th, 2014

Wie war’s? Es war toll. Anstrengend, aber toll.

Letzte Woche war ich auf der Leipziger Buchmesse. Ich bin ja primär nur ein Messe-Geher, wenn ich auch was zu tun habe. Nur von Stand zu Stand zu flanieren, wäre mir ein bisschen wenig. Doch ich konnte mich diesmal wirklich nicht beklagen. Vier Lesungen. Ein Meet&Greet mit Literatur-Bloggern am Stand des Heyne Verlags. Ein Interview mit einem netten Blogger-Zweierteam. Und diverse Besuche beim Agenten, der diesmal einen eigenen Stand hatte und gut belagert war.

Die Hauptnachricht ist natürlich: Ich habe den SERAPH gewonnen – bestes Buch 2014!

In friedevoller Einigkeit saßen Oliver Plaschka , der ebenfalls endnominiert war, und ich im Publikum und harrten der Entscheidung. So richtig geglaubt, dass der Preis mir zufallen würde, habe ich nicht. Entsprechend war ich auch ziemlich sprachlos, als „Schwingen aus Stein“ als Sieger verkündet wurde. Ein Buch, das im Bayerischen Wald spielt – das war als Setting eher ungewöhnlich, mag aber gerade dazu beigetragen haben, dass „Schwingen aus Stein“ es schließlich geschafft hat.

Ich glaube, ich habe einen ziemlichen Unsinn geredet, als ich die Trophäe von Kai Meyer entgegennahm. Immerhin, ich habe keine Tränen vergossen, hoffe aber inständig, mein Gestammel läuft nicht über YouTube.

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Jedenfalls habe ich mich ganz unbändig gefreut – und tue es noch. Der hübsche Preis steht bei mir im Regal neben dem Deutschen Phantastik Preis , den ich 2009 für „Das Obsidianherz“ bekommen habe. (Und neben einem SAM und einem Pegasus Award, die ich beide für Phantastik-Lieder von mir erhalten habe.)

Der Preis für das beste Romandebüt ging an Katharina Hartwell „Das fremde Meer„.

Nach der Verleihung ging es in die Stadt. Die Seraph-Lesung fand bei den Stadtwerken Leipzig statt, die den Newcomer Preis gesponsert hatten. Wir standen nach der Messe so lange im Stau, dass ich schon fürchtete, wir würden da nie mehr ankommen. Doch wir haben es dann noch geschafft, und die Lesung wurde sehr schön. Ich war ein bisschen fertig – wenn man um 04:30 Uhr aufsteht, reist und den ganzen Tag auf der Messe herumläuft, ist man nicht mehr wirklich taufrisch – aber ich denke, ich habe mich wacker geschlagen.

Eine zweite SERAPH Preisträger Lesung gab es dann noch einmal am Samstagvormittag auf der Messe. Hier hatten wir ein wirklich sehr großes Publikum, wofür wir wohl auch Kai Meyer danken müssen, der direkt vor uns las und uns so seine Fans als zusätzliche Zuhörer verschaffte. Danke, Kai!

Nicht überraschend war wieder mal das völlige Desinteresse der „großen“ Presse, die das Event entweder komplett verpennte oder in dem üblichen bildungsbürgerlichen Feuilleton-Dünkel einfach nicht wahrnahm. Der „Qualitätsjournalismus“ jedenfalls glänzte durch Abwesenheit und berichtete nur über das, über das er jedes Jahr wieder voraussehbar gleichförmig berichtet. NEWS – oder so.

Meine letzte Lesung war bei der Ausstellerparty der Rollenspieler, die auf der Leipziger Buchmesse immer Spielrunden anbieten. Die Party fand in den Räumlichkeiten einer Studentenkneipe statt – in Leipzig sind Lesungen ja immer über die ganze Stadt verteilt. Sehr nette Leute. Ich las aus „Die Quellen der Malicorn„, und ich glaube, es hat den Rollenspielern gefallen.

Am Sonntag auf dem Heimweg in der Bahn, wollte ich eigentlich an meinem neuen Buch arbeiten, aber ich fürchte, der Sandmann hatte die besseren Argumente.

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Steampunk Lesung in Frankfurt

Februar 19th, 2014

Gestern gab es im FAB (Frankfurt Art Bar) die große Steampunk Lesung in Frankfurt. Die Lesung lief prima. Gelesen haben

– Oliver Plaschka: Der Kristallpalast

– Judith & Christian Vogt: Die zerbrochene Puppe

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– Und ich: Schwingen aus Stein

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Das FAB ist eine wunderbare Kultur- und Musikkneipe in Frankfurt und Janice, die Wirtin, hatte uns freundlicherweise auf ihre Kundschaft losgelassen. Es kamen viele Steampunk-Freunde, manche in Gewandung. Der Verlag Feder&Schwert hatte eigens eine Bücherspende geschickt, damit wir unter den Gewandeten Gewinner ermitteln und mit schönen Steampunk-Romanen von Feder&Schwert belohnen konnten.

Der Abend hat uns – und ich denke, auch den Zuhörern – sehr viel Spaß gemacht. In ähnlicher Weise – mit den gleichen AutorInnen gibt es eine Wiederholung dieser Lesung am 11. April im Drachenwinkel

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Steampunk Lesung im FAB

Februar 6th, 2014

Steampunk: Geheimtipp wird Mainstream

Die Frankfurt Art Bar (FAB) bietet am 18. 2. 2014 ab 20:00 Uhr etwas ganz Neues:

Vier preisgekrönte AutorInnen lesen aus ihren Romanen, die in unterschiedlichen, phantasievoll verbrämten Varianten des 19. Jh. spielen.
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Ju Honisch: „Schwingen aus Stein“
Königreich Bayern, 1867. Gegen den realen historischen Hintergrund setzt die Autorin ein phantastisches Abenteuern. Schmuggler, Mörder, Wölfe, Ungeheuer, Geistwesen, Magier und exorzierende Mönche – sie alle sind ins Geschehen verstrickt, und sie alle haben ihre sehr eigenen Pläne für die Heldinnen des Buches.
Die Frankfurter Autorin Ju Honisch erhielt für ihr Erstlingswerk „Das Obsidianherz“ 2009 den Deutschen Phantastik Preis für das beste Romandebüt.

Judith und Christian Vogt: „Die zerbrochene Puppe“:
In einem eiszeitlichen 19. Jh. verliert ein junger Mann seine geliebte Gattin. Durch die Puppe Ynge, Begleiterin aus Kindertagen, spricht sie weiterhin zu ihrem Witwer, der sich auf eine schwimmende Stadt auf dem Eisberg, in Opiumhöhlen und zu einem wahnsinnigen Professor, zum Luftschiffhafen Hochgotland und zu den freien Friesen der norddeutschen Küsten begibt, um ihren Mörder zu finden.
Judith und Christian Vogt leben in Aachen. „Die zerbrochene Puppe“ ist ihr erster gemeinsamer Roman, der 2013 den Deutschen Phantastik Preis als bester deutschsprachiger Roman erhielt.

Oliver Plaschka: „Der Kristallpalast
London 1851. Die Detektivin Miss Niobe gerät in einen Machtkampf um ein Artefakt, das ein Geheimnis birgt, das bis weit in die Vergangenheit des fernen Indiens reicht. Feindliche Agenten und eine Geheimloge streben danach, es in ihren Besitz zu bringen. Alle Spuren führen zum Kristallpalast, dem prunkvollen Bauwerk aus Eisen und Glas, in dem in wenigen Tagen die Königin, ihr Hofstaat und Besucher aus aller Herren Länder zusammenkommen sollen …
Oliver Plaschka hat zahlreiche Romane in den fantastischen Genres veröffentlicht. Für sein Erstlingswerk „Fairwater“ erhielt er 2008 den Deutschen Phantastik Preis für das beste Romandebüt.

Alle Werke erschienen bei Feder & Schwert

Wir hoffen, dies wird ein toller Steampunk Event. Für die von einer Jury gekürten beste Gewandung wird ein Bücherpreis vergeben. Wir hoffen auf viele Teilnehmer!

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Ju Honisch

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