{"id":734,"date":"2019-07-22T14:39:25","date_gmt":"2019-07-22T12:39:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juhonisch.de\/?p=734"},"modified":"2022-12-09T15:37:38","modified_gmt":"2022-12-09T14:37:38","slug":"feencon-in-bad-godesberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juhonisch.de\/?p=734","title":{"rendered":"FeenCon in Bad Godesberg"},"content":{"rendered":"<p>Vorgestern habe ich auf der FeenCon gelesen. Ich bin immer wieder gern da. Die FeenCon in Bad Godesberg war die erste gr\u00f6\u00dfere Veranstaltung, die mir einen Spot zum Lesen gab, als gerade mal mein erstes Buch rausgekommen war und mich noch niemand kannte.<\/p>\n<p>Es war wieder sehr nett, und ich danke den Organisatoren und Helfern.<\/p>\n<p>Wor\u00fcber ich mich besonders gefreut habe, war, dass tats\u00e4chlich einige Leute zu mir in die Lesung kamen, obgleich die Orga gleichzeitig Bernhard Hennen und Wolfgang Hohlbein auf den selben Termin angesetzt hatte. Meine erste Reaktion auf diese eher ungl\u00fcckliche Ballung von Lesungen war ein lautstarkes &#8222;Aaaarrrrghhhhh!&#8220; gewesen. Und nein, das war nicht piratisch gemeint. Gegen Hohlbein und Hennen anzutreten ist f\u00fcr eine Autorin, die nicht im Bestsellerbereich schreibt, nicht eben einfach.<\/p>\n<p>Auf Cons hat man das Fandom und die Kernleserschaft beisammen. Man kennt sich. Leute gr\u00fc\u00dfen einen, von denen man peinlicherweise gerade nicht den Namen im Ged\u00e4chtnis findet, aber man wei\u00df, man kennt sie. Maskierte und gewandete Menschen bereichern das Bild und machen es bunt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.juhonisch.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/fc2-1-e1563798429566.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-737\" src=\"https:\/\/www.juhonisch.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/fc2-1-e1563798429566-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/www.juhonisch.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/fc1-1-e1563798454763.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-738\" src=\"https:\/\/www.juhonisch.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/fc1-1-e1563798454763-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<p>Eine ganze Weile sa\u00df ich bei meinem Verleger am Stand, was sehr nett war und zudem den Vorteil hatte, dass ich nicht die den ganzen Tag auf meinem entz\u00fcndeten Fu\u00df herumlaufen musste. Ein paar Leute, die sich angek\u00fcndigt hatten, habe ich auch nicht gesehen, aber vielleicht habe ich sie einfach im Wust der St\u00e4nde und der Fans nicht wahrgenommen.<\/p>\n<p>Die Traditionsbratwurst gab es nat\u00fcrlich auch. Nicht einmal eine WW-Di\u00e4t konnte mich davon abbringen. Manche Dinge sind feste Rituale. Und es gibt schlechtere Rituale als eine frische Bratwurst vom Grill. Ganz blasphemisch gesagt, falls die Kirche sich mal erneuern wollen w\u00fcrde, w\u00fcrde ich vorschlagen, statt Oblate ein frisches Br\u00f6tchen zu brechen und eine Bratwurst reinzulegen. Schlie\u00dflich wissen wir nicht, was au\u00dfer Brot beim letzten Abendmahl aufgetragen wurde. Da ist Rindsbratwurst nicht weniger wahrscheinlich als vieles andere.<\/p>\n<p>Sorry. Nichtiger Exkurs. Zur\u00fcck zum Thema.<\/p>\n<p>Das Fandom ist Familie. Nat\u00fcrlich wei\u00df ich, dass wenn ich dereinst einigerma\u00dfen verkalkt auf einer Bank im Altersheim sitzen werde, diese Familie vermutlich nicht zu Besuch kommen wird, um ein Schw\u00e4tzchen mit mir zu halten oder mir auf den Nachtstuhl zu helfen. Dennoch, das Gef\u00fchl ist: Familie. Nicht, dass ich keine Familie h\u00e4tte. Sogar eine sehr nette. Eins-A Cousinen. Und ihre Kinder und Enkel sind auch ganz wunderbare Menschen.<\/p>\n<p>Somit ist das Fandom so eine Art Zweitfamilie. Oder Gesinnungsfamilie. Ein Umfeld, in dem man Leute mit dem T-Shirt-Aufdruck mit einem Dalek sieht und der Zeile dazu: &#8222;Oh, R2D2, I loved him in Star Trek&#8220; und in dem man wei\u00df, dass hier jeder den Witz versteht. Meinen Kollegen im Day-Job m\u00fcsste ich den erkl\u00e4ren. Und dann f\u00e4nden sie ihn immer noch nicht lustig, sondern eher absonderlich.<\/p>\n<p>Vielleicht ist es ja das, was wie sind: absonderlich. Das steckt ein bisschen &#8222;sonderlich&#8220; drin, aber auch ein gutes St\u00fcck &#8222;besonders&#8220;.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.juhonisch.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/fc3-e1563798540742.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1515\" src=\"https:\/\/www.juhonisch.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/fc3-e1563798540742-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.juhonisch.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/fc3-e1563798540742-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.juhonisch.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/fc3-e1563798540742.jpg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/p>\n<p>F\u00fchlt euch geknuddelt, ihr Fans! Und kommt zu meinen Lesungen! Ich freue mich!<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorgestern habe ich auf der FeenCon gelesen. Ich bin immer wieder gern da. Die FeenCon in Bad Godesberg war die erste gr\u00f6\u00dfere Veranstaltung, die mir einen Spot zum Lesen gab, als gerade mal mein erstes Buch rausgekommen war und mich noch niemand kannte. Es war wieder sehr nett, und ich danke den Organisatoren und Helfern. Wor\u00fcber ich mich besonders gefreut habe, war, dass tats\u00e4chlich einige Leute zu mir in die Lesung kamen, obgleich die Orga gleichzeitig Bernhard Hennen und Wolfgang Hohlbein auf den selben Termin angesetzt hatte. Meine erste Reaktion auf diese eher ungl\u00fcckliche Ballung von Lesungen war ein lautstarkes &#8222;Aaaarrrrghhhhh!&#8220; gewesen. Und nein, das war nicht piratisch gemeint. Gegen Hohlbein und Hennen anzutreten ist f\u00fcr eine Autorin, die nicht im Bestsellerbereich schreibt, nicht eben einfach. Auf Cons hat man das Fandom und die Kernleserschaft beisammen. Man kennt sich. Leute gr\u00fc\u00dfen einen, von denen man peinlicherweise gerade nicht den Namen im Ged\u00e4chtnis findet, aber man wei\u00df, man kennt sie. Maskierte und gewandete Menschen bereichern das Bild und machen es bunt. Eine ganze Weile sa\u00df ich bei meinem Verleger am Stand, was sehr nett war und zudem den Vorteil hatte, dass ich nicht die den ganzen Tag auf meinem entz\u00fcndeten Fu\u00df herumlaufen musste. Ein paar Leute, die sich angek\u00fcndigt hatten, habe ich auch nicht gesehen, aber vielleicht habe ich sie einfach im Wust der St\u00e4nde und der Fans nicht wahrgenommen. Die Traditionsbratwurst gab es nat\u00fcrlich auch. Nicht einmal eine WW-Di\u00e4t konnte mich davon abbringen. Manche Dinge sind feste Rituale. Und es gibt schlechtere Rituale als eine frische Bratwurst vom Grill. Ganz blasphemisch gesagt, falls die Kirche sich mal erneuern wollen w\u00fcrde, w\u00fcrde ich vorschlagen, statt Oblate ein frisches Br\u00f6tchen zu brechen und eine Bratwurst reinzulegen. Schlie\u00dflich wissen wir nicht, was au\u00dfer Brot beim letzten Abendmahl aufgetragen wurde. Da ist Rindsbratwurst nicht weniger wahrscheinlich als vieles andere. Sorry. Nichtiger Exkurs. Zur\u00fcck zum Thema. Das Fandom ist Familie. Nat\u00fcrlich wei\u00df ich, dass wenn ich dereinst einigerma\u00dfen verkalkt auf einer Bank im Altersheim sitzen werde, diese Familie vermutlich nicht zu Besuch kommen wird, um ein Schw\u00e4tzchen mit mir zu halten oder mir auf den Nachtstuhl zu helfen. Dennoch, das Gef\u00fchl ist: Familie. Nicht, dass ich keine Familie h\u00e4tte. Sogar eine sehr nette. Eins-A Cousinen. Und ihre Kinder und Enkel sind auch ganz wunderbare Menschen. Somit ist das Fandom so eine Art Zweitfamilie. Oder Gesinnungsfamilie. Ein Umfeld, in dem man Leute mit dem T-Shirt-Aufdruck mit einem Dalek sieht und der Zeile dazu: &#8222;Oh, R2D2, I loved him in Star Trek&#8220; und in dem man wei\u00df, dass hier jeder den Witz versteht. 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